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Ein Beitrag von Peter Selg
Der Vortrag erinnert an das Buch «Verwandeln des Lebens» von Andrej Belyj, das von Svetlana Geier ins Deutsche übersetzt und 1975 - genau 50 Jahre nach Rudolf Steiners Tod - veröffentlicht wurde. Die begabte Übersetzerin Geier wurde in Kiew geboren, überlebte dort die Schrecken des Zweiten Weltkriegs (u.a. das Massaker von Babyn Jar) und stalinistische Verfolgung. Später fand sie in Freiburg eine neue Heimat. Übersetzung verstand sie als eine «urmenschliche Tätigkeit», als ein Verinnerlichen und Zuhören.
Der russische Symbolist Belyj verfasste sein Werk 1928-29 als eine Art Testament, um Steiners Charakter vor seinem eigenen Tod aus Liebe und Freiheit heraus zur porträtieren. Auf anfängliche Nähe in ihrer Beziehung folgten Entfremdung und schließlich eine versöhnende Begegnung in Stuttgart im Jahr 1923.
Ein Beitrag von Peter Selg zum Rahmenprogramm der Ausstellung «Aus des Kosmos Geist entzünden ...» am Goetheanum.
Deutsch | Untertitel · DE · EN
Veröffentlichung: 29. Mai 2026
Peter SelgPeter Selg (geb. 1963 in Stuttgart) ist Arzt und Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Seit 2006 leitet er das Ita Wegman Institut für anthroposophische Grundlagenforschung in Arlesheim. Er ist Professor für medizinische Anthropologie an der Alanus Hochschule und Autor zahlreicher Bücher zu Rudolf Steiner und zur Geschichte der Anthroposophie.
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